Berichte
Wanderfahrt auf dem Shannon |
Am Freitag, wie gesagt, ging es los. Ein Vierer und ein Zweier (beides Skullboote) waren schon am Vorabend auf dem Bootsanhänger verladen worden. Nun noch drei Fahrräder, Gepäck und der Lebensmittelvorrat für die ersten Tage verstauen, dann hieß es tschüss Datteln. Der Bus besetzt mit acht erlebnishungrigen Wanderruderern, an der Anhängerkupplung hängt der 11m lange Bootsanhänger.
Unser Ziel, Athlone, erreichten wir am Samstag gegen 14 Uhr. Das Haus wurde schnell in Besitz genommen, für jeden gab es ausreichend Platz, unsere Frauen waren mit der Küchenausstattung hochzufrieden, wir Männer nahmen schon mal den Gas-Grill in Betrieb, der auf der Terrasse auf uns wartete. Der erste Abend unter irischen Himmel – alle waren glücklich und zufrieden.
Wir haben beschlossen, unsere Rudertour am Lough Key (sprich Loch Ki), längste Ausdehnung 5 km, größte Breite 3 km, zu starten.

Einsetzen wollten wir unsere Boote im Forest Park (http://www.loughkey.ie/) einem 800 ha großen öffentlichen Park, an der Südseite des Sees gelegen. Als Tagesziel hatten wir uns auf das Ende des Jamestown Canal geeignet, Ausstieg bei der Schleuse (engl. Lock).
Montag: Einige Seen lagen vor uns: Loch Nanoge, Loch Tap, Lough Boderg, Loch Bofin, Loch Forbes bevor wir unser Ziel, Lanesborough, am Eingang von Lough Ree gelegen, erreichten. Die Fahrrouten waren ausgetonnt, aber nicht immer war es einfach, die nächste Markierung auf dem Wasser zu entdecken, zumal die Fahr-Route recht kurvig verlief.
Dienstag: der See Lough Ree wurde durchrudert bis Athlone, hier konnten wir einen kleinen Hafen nahe unserem Haus anfahren. Als wir morgens in Lanesborough die Boote von der Wiese holen wollten, machten uns Gänse den Zutritt streitig. Anhand ihrer Hinterlassenschaften hätten wir am Abend vorher erkennen können, wir hier das Platzrecht beansprucht.
Mittwoch: - ruderfrei - Galway stand auf dem Programm.
85 km westlich von Athlone liegt Galway am Galway Bay. Wir erreichten die Stadt über die M6 und N63, steuerten das Parkhaus Gobus an (Fernbusverkehr Galway-Dublin, 10€/Fahrt). Als erstes wurde eine Sightseeing-Tour mit dem Doppeldecker-Bus unternommen, um die 75.000 Einwohner zählende Stadt kennenzulernen. Zwei Universitäten sorgen dafür, dass diese Stadt die „jugendlichste“ in Irland ist.

Donnerstag: Vor uns lag die Strecke Athlone – Shannonbridge, ca. 27 km, bei Clonmacnoise gingen wir an Land, um die nahe dem Fluß gelegenen Ruinen des Klosters zu besichtigen, das im Zeitraum 545 – 548 n. Chr. gegründet wurde und zwischen dem 8 und 12 Jahrhundert seine größte Bedeutung hatte. Ein gut gemachter Film (auch in deutscher Sprache) berichtete über Auf- und Niedergang dieser Klosteranlage.

Die Ruinen hinter uns lassend ruderten wir nun weiter auf Shannonbridge zu, dem Endpunkt unserer Wanderfahrt, ca. 9km waren noch auf dem Wasser zurückzulegen.
Auf diesem Abschnitt glitten wir wieder vorbei an grünen Wiesen, sahen wie die Heubauern ihr Heu zum Trocknen wendeten, Schwäne streckten ihre langen Hälse und beobachten uns. Um 16:49h erreichten wir unser Ziel. Die Boote wurden wieder aus dem Wasser geholt und noch am gleichen Abend auf den Bootsanhänger verladen.
Freitag: Für Freitag stand ein Besuch in Dublin an. Wir fuhren zeitig los, zwei Fahrräder nahmen wir noch mit, Christoph und Bernd wollten die Stadt mit dem Rad erkundigen.
Je nach Interesse zog jeder los, um seine Sicht von der quirligen Stadt zu bekommen,
abgemacht war nur, um 16h ist Treffpunkt am „Hard-Rock-Cafe“. Alle waren pünktlich zurück, es gab viel zu erzählen und darin waren sich alle einig: Dublin ist eine extra Reise wert, in ein paar Stunden lässt sich diese Stadt nicht ganz erkundigen, es gibt zuviel zu entdecken.

Samstag: Es hieß ade sagen, am Samstag um 10h mussten wir aufbrechen. Unsere Schnellfähre von Dun Laoghaire nach Holyhead ging um 13h, gegen 15h betraten wir wieder englischen Boden, bis Dover waren es noch 369 Meilen. Zeit genug, um unsere Reiseroute ein wenig zu ändern und nun über die A5 zu fahren. Wir sahen die Berge, Städte und Dörfer in Wales, viele Wanderer waren unterwegs, auch eine reizvolle Urlaubsregion stellten wir fest.
Müde, aber dennoch zufrieden erreichten wir wieder unser Bootshaus am Sonntag in der früh in Datteln. Einig waren sich alle: im nächsten Jahr muß wieder eine Ruder-Wanderfahrt stattfinden, wenn möglich, auf ausländischen Gewässern. Martin hat schon eine Idee ....